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Strich

Time is what we want most, but what we use worst.

(William Penn)

William Penn hat damit eine Aussage getroffen, die auf die meisten Menschen zutrifft besonders dann, wenn es um Alltägliches geht. Wir wissen, was zu erledigen ist, planen die Zeit dafür ein, lassen uns durch Telefon oder Kollegen unterbrechen und versuchen schlussendlich, das gerade aktuelle Stück Arbeit so gut es geht fertig zu machen. Dabei scheint die Zeit immer kürzer zu werden und die Situation gleicht diesem Bild.

Wir laufen und laufen, die Konturen verschwimmen, das eigentliche Tagesziel scheint sich zu entfernen und wir wünschen uns nur noch, die Zeit würde sich endlich eine Pause gönnen und für einige Stunden stehen bleiben.

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Weder das bewährte Planungssystem noch der Vorsatz, ab morgen konzentriert das Wichtigste zu erledigen, ändert etwas an der Spannung, der Unruhe und dem schlechten Gewissen das uns befällt, wenn nicht alles so gelaufen ist, wie wir uns das vorgestellt haben. Halbwegs beruhigt oder sich damit abfindend, dass es heute so und so nichts mehr wird, verschieben wir es  auf morgen, denn morgen wird ein besserer Tag und morgen wird sich auch etwas ändern.

So geschah es einem leitenden Mitarbeiter. Er liebte seinen Job, er liebte seine Familie und er liebte seine Freizeit. Er nahm sich Zeit für seine Mitarbeiter, er nahm sich Zeit für seine Familie und er genoss auch etwas Freizeit. Er wusste, dass er etwas ändern musste, doch er lief von Tag zu Tag schneller. Bald konnte er nichts mehr ändern, denn um das zu tun, hätte er Zeit benötigt.

Die bekam er eines Tages. Er wachte in einer fremden Umgebung vom Piepsen der Monitore auf, fühlte sich wie geprügelt, konnte sich kaum bewegen und jemand sagte leise aus einem Nebel heraus zu ihm, das er nun doch etwas zu schnell gelaufen war. Und plötzlich trat eine andere Priorität in sein Leben. Das Leben! Grundvoraussetzung für alles Wirken und Tun.

Zeit hatte eine andere Dimension angenommen. Er  lernte Wichtiges von Unwichtigem zu trennen und sich vor Einflüssen zu schützen.  Er verteilte, er koordinierte, er plante und er betrachtete die Ergebnisse mit Souveränität und Toleranz. Er schloss jeden Tag für sich ab und zog die kleinen Erfolge daraus. Schluss mit dem schlechten Gewissen und Schluss mit verschobenem Wichtigen. Er lernte Störungen abzulehnen und er hielt sich an seine, für sich selbst reservierten Stunden und er wurde immer besser. Seine offensichtliche Ruhe und Gelassenheit übertrug sich auf sein Umfeld, die Anerkennung blieb nicht unausgesprochen. Er fühlte sich wohl, er liebte seinen Job, er liebte seine Familie und er liebte seine neu hinzugekommene Freizeit.

Wie sagte schon Johann Wolfgang von Goethe:

Gegenüber der Fähigkeit, die Arbeit eines einzigen Tages sinnvoll zu ordnen,

ist alles andere im Leben ein Kinderspiel.

 

Ihre Petra J. Meier

 

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